Mai                       13./14.                               20./21.                               27./28. Juni                       10./11.                               24./25. Juli                        08./09.                               29./30. August                 12./13.                               26./27. Sept.                    30. Okt.                      01.
© Stiftung Thomas Legler Haus, c /o SISACH.ch, Hauptstrasse 70, 8775 Hätzingen
Stiftung Thomas Legler Haus

Öffnungszeiten 2018

Finnisage 30.09.2018 Programm siehe News Führungen nach Vereinbarung jederzeit möglich
Jeans made in Diesbach - Ausstellung im ehemaligen Bürogebäude der Firma Legler & Co. Infos zu Führungen
Jeans made in Diesbach Eine Ausstellung über Jeans und die ehemalige Textilhochburg Glarus Süd Von 1976 bis 2001 wurde im südlichen Glarnerland, in der Weberei Legler & Co. AG in Diesbach, Jeansstoff (Denim) produziert. Nach heutigem Wissensstand war Legler die einzige Firma in der Schweiz, die Denim herstellte. Die aus Diesbach stammenden Unternehmer Fredy und Matteo Legler, die in Ponte San Pietro (Bergamo) das Unternehmen Legler Industria Tessile SpA leiteten, hatten dieses neue Standbein Ende der 1960er-Jahre entdeckt. Damals gab es in Europa noch keine Denimproduzenten; die europäischen Jeanshersteller mussten den Stoff aus den USA importieren. So fingen Fredy und Matteo Legler zu Beginn der 1970er-Jahre in Italien mit der Herstellung von Cord und Denim an und wurden damit zu einem Vorreiter in der europäischen Textilindustrie. Bald trug jeder vierte oder fünfte Europäer Jeans aus Denimstoff von Legler. 1974 erwarben Fredy und Matteo Legler die traditionsreiche St. Galler Stoffel AG (seit 1965 Burlington Industries Inc.), die u.a. eine Stoffdruckerei und Ausrüsterei im glarnerischen Netstal besass. Eine weiterer zu Stoffel gehörender Betrieb in Mels im Sarganserland war ursprünglich von der Stadtglarner Firma Schuler, Heer & Cie. gegründet worden. Im Zuge des Denimbooms rüsteten Fredy und Matteo Legler die ehemaligen Stoffel-Fabriken um: Mels (Spinnerei mit Färberei), Schmerikon (Denimweberei) und Netstal (Ausrüstung/Veredelung von Jeansstoffen). Auch die 1857 gegründete Weberei in Diesbach wurde ab 1976 komplett umgerüstet, da mit Denim und Splendesto (bügelfreier Hemdenstoff) zwei vollständig neue Artikel ins Programm aufgenommen wurden. Für die Belegschaft bedeutete dies, dass sie sich auf neue Webmaschinen und Websorten einstellen mussten. In den 1980er-Jahren wurde teilweise im Drei- und sogar Vierschicht-Betrieb gearbeitet. Die in Diesbach hergestellten Rohgewebe wurden innerhalb der Legler-Gruppe veredelt und durch diese verkauft. Nach dem Verkauf der Marke «Legler» 1989 war die Diesbacher Weberei noch Zulieferant für eine italienische Firma. 2001 musste der Betrieb – nach 144 Jahren – geschlossen werden. Prospekt zur Ausstellung
Blick in die Ausstellung im Bürogebäude Legler in Diesbach
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Jeans made in Diesbach Eine Ausstellung über Jeans und die ehemalige Textilhochburg Glarus Süd Von 1976 bis 2001 wurde im südlichen Glarnerland, in der Weberei Legler & Co. AG in Diesbach, Jeansstoff (Denim) produziert. Nach heutigem Wissensstand war Legler die einzige Firma in der Schweiz, die Denim herstellte. Die aus Diesbach stammenden Unternehmer Fredy und Matteo Legler, die in Ponte San Pietro (Bergamo) das Unternehmen Legler Industria Tessile SpA leiteten, hatten dieses neue Standbein Ende der 1960er-Jahre entdeckt. Damals gab es in Europa noch keine Denimproduzenten; die europäischen Jeanshersteller mussten den Stoff aus den USA importieren. So fingen Fredy und Matteo Legler zu Beginn der 1970er-Jahre in Italien mit der Herstellung von Cord und Denim an und wurden damit zu einem Vorreiter in der europäischen Textilindustrie. Bald trug jeder vierte oder fünfte Europäer Jeans aus Denimstoff von Legler. 1974 erwarben Fredy und Matteo Legler die traditionsreiche St. Galler Stoffel AG (seit 1965 Burlington Industries Inc.), die u.a. eine Stoffdruckerei und Ausrüsterei im glarnerischen Netstal besass. Eine weiterer zu Stoffel gehörender Betrieb in Mels im Sarganserland war ursprünglich von der Stadtglarner Firma Schuler, Heer & Cie. gegründet worden. Im Zuge des Denimbooms rüsteten Fredy und Matteo Legler die ehemaligen Stoffel- Fabriken um: Mels (Spinnerei mit Färberei), Schmerikon (Denimweberei) und Netstal (Ausrüstung/Veredelung von Jeansstoffen). Auch die 1857 gegründete Weberei in Diesbach wurde ab 1976 komplett umgerüstet, da mit Denim und Splendesto (bügelfreier Hemdenstoff) zwei vollständig neue Artikel ins Programm aufgenommen wurden. Für die Belegschaft bedeutete dies, dass sie sich auf neue Webmaschinen und Websorten einstellen mussten. In den 1980er-Jahren wurde teilweise im Drei- und sogar Vierschicht-Betrieb gearbeitet. Die in Diesbach hergestellten Rohgewebe wurden innerhalb der Legler-Gruppe veredelt und durch diese verkauft. Nach dem Verkauf der Marke «Legler» 1989 war die Diesbacher Weberei noch Zulieferant für eine italienische Firma. 2001 musste der Betrieb – nach 144 Jahren – geschlossen werden. Prospekt zur Ausstellung
Blick in die Ausstellung im Bürogebäude Legler in Diesbach